Kaffeeanbau

Die besten Bedingungen um Kaffee anzubauen, lassen sich im sogenannten Kaffeegürtel vorfinden. Dieser liegt innerhalb des 23. Breitengrades nördlicher Breite und des 25. Breitengrades südlicher Breite. Der Kaffeegürtel umschließt Teile Afrikas und Asiens, sowie Mittelamerikas und Teile Südamerikas. Dabei sind die größten Kaffeeproduzenten Brasilien, Vietnam und Indonesien. Innerhalb des Kaffeegürtels sind die klimatischen Bedingung ideal, um Kaffee anzubauen. Hier herrschen über das ganze Jahr verteilt die besten Temperaturen (18-25° Celsius), genügend Feuchtigkeit und ausreichend Niederschlag.

Kaffeepflanzen sind sehr sensibel und benötigen am Tag, wie auch in der Nacht, ein ausgeglichenes Klima ohne markante Temperaturunterschiede. Die optimale Bodenbeschaffenheit für ertragreichen Kaffeeanbau sollte möglichst tief, locker, gut belüftet und nährstoffreich sein. Es gilt die Faustregel: je höher der Kaffee angebaut ist, desto länger braucht er um erntereif zu sein. Jedoch ist hoch angebauter Kaffee aromatischer und milder im Geschmack. Somit beeinflussen die Anbaubedingungen in ihrer vollen Komplexität, die Qualität des Kaffees maßgeblich. 

 

Kaffeearten

Kaffee gehört zu der Gattung Coffea aus der Familie der Rubiaceae. Da stetig neue Gattungen entdeckt werden, entwickeln sich die Klassifikationen immer weiter. Die wichtigsten Kaffeearten, die für den kommerziellen Gebrauch angebaut werden, sind C. arabica und C. canephora (allgemein Arabica und Robusta). Sie stellen ca. 99% der weltweiten Produktion dar. Der Arabica-Kaffee macht dabei ca. 70% des kommerziellen Handels und der Robusta-Kaffee die restlichen 30% aus. Der Arabica-Kaffee wird im sogenannten Hochland auf ca. 1600m angebaut, der Robusta-Kaffee hingegen in tiefergelegenden Regionen auf bis zu ca. 800m. Der Robusta ist ertragreich, schädlings- und krankheitsresistent und trägt rustikal schmeckende Kaffeekirschen. Der Arabica trägt Kirschen, die deutlich anfälliger gegenüber Schädlinge sind, jedoch werden sie als geschmacklich hochwertiger eingestuft. Richtig gelesen: es handelt sich um Kaffeekirschen! Die Kaffeepflanze trägt nämlich Kaffeekirschen und nicht - wie oftmals allgemein verbreitet - Kaffeebohnen. Im reifen Zustand ist die Kaffeekirsche rot, im unreifen grün. Die Kaffeekirsche hat zumeist zwei Samenkerne die von der Kirschhaut, der Pulpe und der Pergamenthaut umschlossen wird. Diese Samenkerne sind die sogenannten Kaffeebohnen, die nach der Aufbereitung und Trocknung in roher Form in die weite Welt exportiert werden. Zu jeder Jahreszeit werden irgendwo auf der Welt Arabica und Robusta geerntet. In manchen Ländern und Regionen wird über das ganze Jahr geerntet, in anderen nur einmal intensiv im Jahr. Somit haben Länder und Regionen verschiedene Erntezeiten. Die Kaffeepflanzen können bis zu vier Meter hoch werden, jedoch werden sie meistens bis zu einer Länge von zwei Metern gestutzt, da in den meisten Regionen von Hand geerntet wird. Eine gesunde und gut gepflegte Kaffeepflanze produziert zwischen 1 und 5 Kilo Kaffeekirschen pro Saison. Für 1 Kilo Rohkaffee werden zwischen 5 und 6 kg Kaffeekirschen benötigt.